Willkommen bei den Eponi

Vor mehr als 2500 Jahren befanden sich kleine Dörfer dort, wo nun unsere überfüllten Städte stehen. Die Menschen, die darin hausten, sind unsere Vorfahren. Die Kelten. Dieses sagenumwobene Volk war noch mit der Natur verbunden. Sie waren von den Launen des Wetters abhängig und somit ist es nicht verwunderlich, dass sie ebendort ihre Götter fanden. Sie beteten zu Blitz und Donner, zu den Wäldern und zu den Tieren. Sie vertrieben den Winter mit Riten, begrüssten den Frühling mit Festen, denn er bedeutete Leben nach den dunklen Tagen der Kälte und des Todes.

Es gibt nur sehr wenige Beweisstücke, die uns von der Zeit der Kelten erzählen. Nicht viele Materialien überleben 3000 Jahre. Und wenn dann doch in einer Ausgrabung ein Haufen Knochen oder alte Metallstücke ans Tageslicht gelangen, erscheinen uns ihre Geschichten oft so rätselhaft und verschwommen, dass es kaum möglich ist, daraus historisch korrekte Tatsachen zu schliessen. Dieser Zustand fördert natürlich umso mehr die Fantasien und Gerüchte um dieses Volk.

Trotzdem gibt es genug Anhaltspunkte, die uns die Möglichkeit geben, uns in diese Zeit zurückzudenken und hin und wieder an einem Mittelaltermarkt oder sonst einer Veranstaltung ein Wochenende als Kelten zu verbringen. Wobei das Leben als Kelte gelernt sein will! Wer kann denn von uns noch aus Schafswolle Kleidung herstellen und aus Stein und Stroh Häuser bauen?

Sofort merkt man, dass es praktisch unmöglich ist, wahrheitsgetreu unsere Vorfahren nachzuahmen. Deshalb wollen wir einfach einmal scheu in die naturbeeinflusste Welt der Kelten blicken und uns auf das konzentrieren, was uns am meisten interessiert.

Vom Hals einer Keltin funkelt uns etwas glitzerndes entgegen. Gold? Vielleicht... Aber vermutlich ist es eher Bronze! Wir befinden uns schliesslich kurz (ein paar hundert Jahre) nach der Bronzezeit. Nun da wir uns konzentrieren entdecken wir an mehreren Orten das golden leuchtende Metall. Zierliche Fibeln, Verschlungene Amulette, immer wieder Abbilde von Tieren, grosse Wildschwein- oder Pferdestatuen, auch Waffen und andere Gebrauchsgegenstände.

Bronze. Ein ziemlich hartes Metall, bestehend aus Zinn und Kupfer. Um es herzustellen ist eine Hitze von etwa 1200° Celsius notwendig. Na also. Das klingt doch nach einer Herausforderung nach unserem Geschmack.

Wir machen es uns zum Ziel, ohne Elektronik oder ähnliche neuzeitliche Mittel, aus Bronze Schmuck und anderes herzustellen! Mögen uns die Götter beistehen! Wenn wir schon dabei sind ernennen wir uns kurzerhand zu Schutzbefohlenen der Epona, Göttin der Pferde und der Fruchtbarkeit. Wiiiiiieher!